Und noch mehr
Meinungen von trauernden Menschen

Märchen begleiten mich schon seit meiner frühesten Kindheit.

 Immer wieder haben sie im Laufe der Jahre bei mir angeklopft. Die Märchen aus der Sammlung der Brüder Grimm mag ich am liebsten, aber die skandinavischen bzw. die europäischen Märchen gefallen mir auch gut. Vor vier Jahren war ich auf der Suche nach neuen Herausforderungen, Veränderungen standen an.

Da entdeckte ich eine kleine Anzeige: „Langzeitausbildung zur Erzählerin“ auf dem Koppelsberg in Plön bei Jana Raile.

Ich habe mich bewusst für Janas Ausbildung entschieden und bereue keine einzige Minute, im Gegenteil ich bin unsagbar dankbar und glücklich, dass ich die Ausbildung machen konnte.

Bei Jana habe ich das freie, lebendige Erzählen gelernt. Vor allem gefällt mir die behutsame Auseinandersetzung mit den Märchentexten. Was sagen die Märchen denn wirklich aus? Welche Verantwortung trage ich als Erzählerin, wenn ich das Märchen erzähle. Die Märchen sind für mich so vielschichtig und bunt, sie bieten so viele Aspekte und Möglichkeiten.

Ich habe das Gefühl, sie machen mich heil und ganz. Der Abschluss war im Mai 2006 und ich bin täglich neugierig auf mehr, immer wieder lerne ich dazu. Die Märchen begleiten mich seitdem fast täglich und helfen mir durch meinen spannenden Alltag.

Momentan erzähle ich nebenberuflich, die Anfragen kommen gerade so, wie ich sie bewältigen kann. Es macht mir große Freude, danke Jana.

Schleswig 14.04.2008
Ausbildung 2005/6, Plön


Susanne Schoppmeier

Das Erzählen, bzw. die Hinwendung zu Märchen gibt mir unendlich viele Möglichkeiten...

...mein Leben zu betrachten, Neues einzuleiten, Vertrauen zu fassen ins Lebendige, andere Sichtweisen zuzulassen und zu verstehen – Märchen sind für mich Heilmittel.

Man lernt bei dir auf allen Ebenen: Technisch, Interpretationen, Strukturell, Auftritte, Gruppenarbeit – eine vom andern, rhythmisch, spielerisch, gnadenlos, jede für sich und doch nicht allein therapeutisch, sprachlich-körperlich, seelisch-emotional.


Ute Walther aus Fahrdorf

Die Märchenausbildung hat mir gezeigt, dass ich meine Kinder...

...loslassen muss, um einen anderen Weg gehen zu können.

Ich habe eine andere Sichtweise bekommen. Ich bin ich und muss nicht immer für andere parat stehen.

Meine Persönlichkeit hat sich geändert. Bisher fühlte ich mich wie ein Teil vom Ganzen, jetzt bin ich ein Ganzes.

Ich habe gelernt andere Menschen besser zu hören und dass es viele Helferlein in meinem Leben gibt und es schön ist, Hilfe als Geschenk anzunehmen.


Petra Diederichsen aus Bergheim

Was macht die Ausbildung bei Jana aus?

Ich glaube, so wie ich gehen die meisten der Teilnehmerinnen aus dieser Ausbildung nicht nur mit einem umfassenden erzählerischen Handwerkszeug heraus. Sie gehen menschlich reicher, heiler, gestärkt und erfrischt aus dieser Art der Arbeit mit den Märchen hervor.

Aus meiner Sicht verbinden sich bei Jana als Erzählerin und Lehrmeisterin ein feuriger, leidenschaftlicher Zugang zu der tiefen Weisheit und heilenden Kraft der Märchen mit einer großen Klarheit über die handwerkliche Kunst des Erzählens.

Das besondere am Märchen-Erzählen ist, dass das meiste in den Köpfen und Herzen der Zuhörerinnen geschieht – als Erzählerin rege ich sie dazu an, in ihre eigenen, durch die Märchen entstehenden Fantasie-Welten abzutauchen. Und diese Bilderwelten sind viel nahrhafter, bunter, vielfältiger, befriedigender als es z.B. Fernseh- und Kinobilder sind. Weil die menschliche Fantasie viel reicher ist, als diese, die in meinen Augen immer nur ein schwaches Abbild davon sein können. Weil die Märchen Zugang zu einer tiefen Schicht der menschlichen Seele ermöglichen, zu den Urbildern und Archetypen.

Bei Jana habe ich gelernt, wie ich meine ZuhörerInnen einen Zugang zu diesem inneren Reichtum ihrer Seelenbilder vermittle: durch die Art, wie ich die Bilder selber präsent habe und sie erzähle, wie ich Gesten, Mimik, einen Klang oder eine Tasterfahrung einsetze.

 

Was ich an ihr als Lehrmeisterin in der praktischen Arbeit mit einer Erzählerin an ihrem Märchen so schätze, sind:

  • Der Blick für das Wesentliche: aufzuspüren, was, wenn es verändert wird, plötzlich das Erzählen lebendig, authentisch und kraftvoll macht
  • Jede(r) findet in der Ausbildung unter ihrer kundigen Begleitung seinen / ihren eigenen Stil
  • Sie unterstützt dabei, zu entdecken, was für ein Reichtum an Begabungen und Fähigkeiten einfach da sind und nur darauf warten, geweckt zu werden
  • Sie legt den Finger auf das, was im Erzählen noch nicht stimmig ist – direkt, klar, manchmal schonungslos – und bleibt konsequent und eisern solange dran, bis es verändert werden kann.
  • Sie arbeitet mit großem Fingerspitzengefühl und begleitet verantwortungsvoll und menschlich in dieser, teilweise sehr tiefgehenden Wandlungs-Arbeit an den Märchen und ihrer Botschaft.
  • Nicht nur die Art des Erzählens ändert sich dann, es sind befreiende Schritte möglich, die seelische Konflikte und Verhärtungen lösen.

Ich habe durch die Ausbildung bei Dir, liebe Jana, gelernt, daran zu glauben, dass ich eine Erzählerin bin - und das waren und sind die schönsten Augenblicke in meinem Leben. Denn das Erzählen ist das, was meine Berufung ist, das, was ich am Besten kann, das, worin sich mein ganzes Sein ausleben kann. Danke!

Ausbildung 2006/7, Hannover


Birte Röder

Ich bin in die Märchenbilderwelt gefallen.

Mir hat sich eine neue reiche Welt eröffnet, deren Reichtum mir bei längerer Beschäftigung immer kostbarer und erstaunlicher wird: neue Freunde und Arbeitspartner, die Angst ablegen sich vor Leute zu stellen und zu erzählen, das Gefühl für Märchenbilder/Seelenbilder und einen bewußteren Umgang mit Worten.


Karen Spetzler aus Preetz

Im Juni 2003 trafen wir uns...

...zu einem Schnupperwochenende „Erzähl mir was!“ Ursprünglich dachte ich: „naja, an einem Wochenende auf die Spur gebracht werden, wird mir wohl genügen“. Indessen war dieses erste Seminar so anregend, so spannend und fröhlich, dass es in meinen Gedanken lange nachwirkte: „oh ja, ich habe große Lust daran altmodische und wohlgewählte Worte in meinen Sprachgebrauch aufzunehmen und heitere, tiefgründige, heilsame Geschichten an Menschen weiterzugeben – doch um wirklich eine begeisternde Erzählerin zu werden brauche ich kompetente Anleitung, Rückmeldung und Übung“. Und das kann Jana Raile – auf so eine hervorragende Weise, dass ein jeder seinen eigenen Weg finden kann.

Jedes Seminar barg seine Schätze und Erfahrungen in sich: So wurden – auch aus unseren Ressourcen – Seelenbilder wie beispielsweise Wald und Wasser erschlossen und was sie im Märchen bedeuten können. Wir lernten Märchen so aufzubauen, dass verschiedene Sinne angesprochen werden und eine märchenhafte Atmosphäre entstehen kann. Am Schwersten fällt mir das Auswendiglernen – fabulieren nach inneren Bildern eines Märchens entspricht wohl eher meinem Temperament, doch ich nutze auch den unbequemeren Weg für mich, um die altmodischen Worte zu lernen und in ihrer Tiefe stetig mehr zu begreifen. Wahrhaftig, ich habe eine Kostbarkeit gefunden, die mein inneres und äußeres Leben bereichert und mir eine Pforte zu erlesenen und genussreichen Unternehmungen öffnet.

Ausbildung 2008/09


Hilde Matalla aus Bodenfelde

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