Meinungen

Hannelore Sommer,
Mitautorin des Buches: Und wenn sie nicht gestorben sind ...

Was war die Ausbildung für mich?

In der Arbeit mit kranken und sterbenden Menschen, wie auch im Hospiz, war es mir immer ein großes Anliegen, Märchen in diese Arbeit zu integrieren. Eine Lebensphase, die von Schmerzen, Verlusten und Einschränkungen bis zu Angst vor dem Tod geprägt ist, braucht  ein Gegengewicht, dass ganz individuell durch Märchen erreicht werden kann. Da ich nun im Ruhestand war und in der Hospizarbeit tätig, wollte ich viel über Märchen wissen. Ich  laß im Internet die Ankündigung  zur Märchenerzählerinen - Ausbildung bei Jana Raile.

∗ Sie lehrte uns und ließ uns spüren, wie Märchen unsere Seele berührten.
∗ Sie ließ uns Märchen mit allen Sinnen erleben.
∗ Märchen- Elemente, Handwerkzeug- Sinnesworte, Hausarbeit, Planung von Märchenstunden usw.- usw. ohne Ende, von 9.00 - 22.00 Uhr

Denn Jana ist eine nie müde werdende, ehrgeizige, ehrliche, Ausbilderin. Sie fördert und fordert. So muss es auch sein!

Wir waren eine nette Truppe von 13 Teilnehmer/innen. Mit 10 Teilnehmer/ innen treffen wir uns jedes Jahr einmal hier in Celle zum Märchenfest für Kinder und eine Märchen- Nacht für Erwachsene.
Ansonsten in Kleingruppen zu Märchennachmittagen.

Danke liebe Jana, dass wir durch deine Ausbildung, den Mut haben, heute so frei zu erzählen. Besonders  bereichert mich die Arbeit mit Märchen in der Begleitung Sterbender. Ihre Fülle an Lebensweisheit, Lebenserfahrung und Herzensgüte berühren mich zu tiefst. Und dass wir beide nun auch noch ein Buch zusammen geschrieben haben, wäre sonst nicht passiert.

Danke.

Susanne Schoppmeier

Märchen begleiten mich schon seit meiner frühesten Kindheit. Immer wieder haben sie im Laufe der Jahre bei mir angeklopft. Die Märchen aus der Sammlung der Brüder Grimm mag ich am liebsten, aber die skandinavischen bzw. die europäischen Märchen gefallen mir auch gut. Vor vier Jahren war ich auf der Suche nach neuen Herausforderungen, Veränderungen standen an.

Da entdeckte ich eine kleine Anzeige:"Langzeitausbildung zur Erzählerin" auf dem Koppelsberg in Plön bei Jana Raile.
Ich habe mich bewusst für Janas Ausbildung entschieden und bereue keine einzige Minute, im Gegenteil ich bin unsagbar dankbar und glücklich, dass ich die Ausbildung machen konnte.

Bei Jana habe ich das freie, lebendige Erzählen gelernt. Vor allem gefällt mir die behutsame Auseinandersetzung mit den Märchentexten. Was sagen die Märchen denn wirklich aus? Welche Verantwortung trage ich als Erzählerin, wenn ich das Märchen erzähle. Die Märchen sind für mich so vielschichtig und bunt, sie bieten so viele Aspekte und Möglichkeiten.
Ich habe das Gefühl, sie machen mich heil und ganz. Der Abschluss war im Mai 2006 und ich bin täglich neugierig auf mehr, immer wieder lerne ich dazu. Die Märchen begleiten mich seitdem fast täglich und helfen mir durch meinen spannenden Alltag.

Momentan erzähle ich nebenberuflich, die Anfragen kommen gerade so, wie ich sie bewältigen kann. Es macht mir große Freude, danke Jana.

Schleswig 14.04.2008
Ausbildung 2005/6, Plön

Birte Röder

Liebe(r) Website-Besucher(in), was macht die Ausbildung bei Jana aus? Ich glaube, so wie ich gehen die meisten der Teilnehmerinnen aus dieser Ausbildung nicht nur mit einem umfassenden erzählerischen Handwerkszeug heraus. Sie gehen menschlich reicher, heiler, gestärkt und erfrischt aus dieser Art der Arbeit mit den Märchen hervor.

Aus meiner Sicht verbinden sich bei Jana als Erzählerin und Lehrmeisterin ein feuriger, leidenschaftlicher Zugang zu der tiefen Weisheit und heilenden Kraft der Märchen mit einer großen Klarheit über die handwerkliche Kunst des Erzählens.

Das besondere am Märchen-Erzählen ist, dass das meiste in den Köpfen und Herzen der Zuhörerinnen geschieht - als Erzählerin rege ich sie dazu an, in ihre eigenen, durch die Märchen entstehenden Fantasie-Welten abzutauchen. Und diese Bilderwelten sind viel nahrhafter, bunter, vielfältiger, befriedigender als es z.B. Fernseh- und Kinobilder sind. Weil die menschliche Fantasie viel reicher ist, als diese, die in meinen Augen immer nur ein schwaches Abbild davon sein können. Weil die Märchen Zugang zu einer tiefen Schicht der menschlichen Seele ermöglichen, zu den Urbildern und Archetypen.

Bei Jana habe ich gelernt, wie ich meine ZuhörerInnen einen Zugang zu diesem inneren Reichtum ihrer Seelenbilder vermittle: durch die Art, wie ich die Bilder selber präsent habe und sie erzähle, wie ich Gesten, Mimik, einen Klang oder eine Tasterfahrung einsetze.

Was ich an ihr als Lehrmeisterin in der praktischen Arbeit mit einer Erzählerin an ihrem Märchen so schätze, sind: